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Spurensuche in Familienkonstellationen Die Familienaufstellung |
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Die Aufstellung wird im Seminar benutzt, um das Bild des Familiensystems
mit seinen Spannungen sichtbar zu machen. Eine Aufstellung ist kein
Rollenspiel. Die Teilnehmer spielen keine vorgegebene Rollen, sondern
werden in eine Rolle gestellt und empfinden darin. An einem Seminartag
finden nacheinander etwa vier Aufstellungen statt.
Anmerkung zum Photo: Die Szene ist gestellt, echte Aufstellungen werden nicht veröffentlicht. In der Mitte die Seminarleiterin Helga Mack-Hamprecht. |
| Vorgespräch | Wer sein System verstehen möchte, klärt dazu in einem Vorgespräch Zielsetzung, Verwandschaftsbeziehungen und Termin mit der Seminarleiterin. |
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| Anfang | Aus der Teilnehmerrunde holt sich der Aufstellende zunächst ein paar Personen, die ihn und seine nächsten Verwandten repräsentieren. Er stellt sie so auf, daß die Anordnung gefühlsmäßig den Beziehungen in der Familie entsprechen, und nimmt vorläufig nicht in dieser Gruppe teil. |
| Empfindungen | Obwohl die Aufgestellten kaum Informationen bekommen haben, entwickeln sich bei ihnen in kurzer Zeit Empfindungen. Das kann ganz unterschiedlich sein: Zu- und Abneigungen, Freude, Trauer, Wut, Haß, Wärme, Kälte, Schmerz oder auch Leere. Oft sind es Empfindungen, die man in seinem eigenen Leben in entsprechender Situation nicht hätte, die aber oft typisch für die vertretenen Personen ist. Wenn unangenehme Gefühle zu stark werden, können die Teilnehmer ihre Rolle verlassen. |
| Erweiterungen | Um die Spannungen und ihre Ursachen zu verstehen, werden alternative Anordnungen ausprobiert und bei Bedarf weitere Vertreter hinzugenommen, für Vorfahren, Onkel, Tanten, Bezugspersonen, Geliebte usw.. Das erfordert viel Erfahrung und Gespühr von der Seminarleiterin, damit wesentliches erkannt wird und unwesentliches das Bild nicht stört. |
| Abrundung | Wenn das Bild abgerundet ist, nimmt der Aufsteller den Platz seines Vertreters ein, und prüft, ob das Bild auch für ihn stimmig ist. Manchmal ergeben sich dabei noch einige Ergänzungen, z.B. eine Versöhnung mit einem Angehörigen. |
| Entlassung | Am Ende der Aufstellung entläßt der Aufstellende die Mitwirkenden aus ihren Rollen. Das ist sehr wichtig, um unangenehme Nachwirkungen bei den Teilnehmern zu vermeiden. Die Seminarleiterin achtet darauf, daß abends keiner mehr in einer Rolle ist. |
| Nachwirkung | Trotzdem hinterläßt das Erlebte einen nachhaltigen Eindruck bei allen Beteiligten. Das liegt zum Teil an den Rollen, in denen man mitgewirkt hat und vielleicht neue Seiten von sich gefunden hat, zum Teil an den überraschenden Erkenntnissen und Lösungen, die sich bei den Aufstellungen ergeben, und auch an der Athmosphäre in der Runde. |